Den Ursachen von Entzündungsschüben auf der Spur

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zeichnen sich durch zumeist schubweise auftretende Entzündungsreaktionen im Darm aus. Ob deine CED mild oder eher mittelschwer bis schwer verläuft, lässt sich unter anderem daran erkennen, wie häufig und wie intensiv sich diese Schübe zeigen. Bislang ist es Medizin und Wissenschaft nicht gelungen, eine Antwort auf die Frage zu finden, auf welchem Wege Entzündungsschübe bei CED ausgelöst werden – einer möglichen Erklärung ist man nun einen Schritt näher gekommen.

 

COVID-19 & CED: Ein Update

Mit der COVID-19-Pandemie hielt das Jahr 2020 eine Überraschung parat, deren Ausmaß zuvor vermutlich niemand für möglich gehalten hatte. Die aktuellen Fallzahlen für Deutschland zeigen allerdings, dass die Vorsichts- und Quarantänemaßnahmen der vergangenen Monate zu greifen scheinen und lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Inzwischen ermöglicht die geringere Verbreitung des Coronavirus (oder auch SARS-CoV-2 – die offizielle Bezeichnung des Errergers) in Deutschland Lockerungen der Kontaktbeschränkungen im privaten und beruflichen Umfeld. 

Aktiv sein #TrotzCED – aber mit welcher Sportart?

Jeder profitiert von regelmäßigen sportlichen Einheiten, das gilt für Betroffene von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) jedoch im Besonderen. Studien haben gezeigt, dass moderates Ausdauertraining zu einer gesunden und vielfältigen Darmflora beitragen kann. Durch Bewegung erhöht sich die Anzahl nützlicher mikrobieller Arten im Darm, was sich wiederum positiv auf deine Gesundheit auswirken kann. Auch dein Immunsystem profitiert bekanntermaßen in vielerlei Hinsicht von deiner sportlicher Aktivität – bei CED besonders interessant: die entzündungshemmende Wirkung.

Auf das Häufchen kommt es an – Tipps zum Erkennen gesunden Stuhlgangs

Ein bekanntes Sprichwort sagt: „Du bist, was du isst“. In der Tat werden deine Gesundheit und dein Wohlbefinden auch von der Art und Weise, wie du dich ernährst, beeinflusst. Ob du dich gesund ernährst – und allgemein, ob du gesund bist – kann dir auch dein Stuhlgang verraten. Sowohl Konsistenz, Farbe und Geruch des Kots als auch die Häufigkeit des Stuhlgangs können verschieden sein und Rückschlüsse auf das Essverhalten und manchmal auch auf Erkrankungen liefern. Insbesondere als Betroffener einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) solltest du auf bestimmte Merkmale deines Stuhlgangs achten.

Fisteln mit der richtigen Einstellung und Sitzhaltung begegnen

Fisteln können im Zusammenhang mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) auftreten. Bei Morbus Crohn macht gar jeder fünfte Betroffene einmal Bekanntschaft mit ihnen – schmerzhafte Fisteln im Anusbereich, auch Analfisteln oder perianale Fisteln genannt. Die unangenehmen eitrig-entzündeten Verbindungsgänge zwischen Darm und Hautoberfläche bedeuten für Betroffene mitunter deutliche Einschränkungen der Lebensqualität. Neben einer Anpassung deiner Lebensweise, etwa durch ausgiebigen Schlaf, Sport, den Verzicht auf Zigaretten sowie einer gesunden Ernährung, kannst du den unangenehmen Auswirkungen von Analfisteln im Alltag auch durch ein achtsames Sitzverhalten vorbeugen.

Bakterien im Darm – Billionen kleine Helfer

Man kann es sich nur schwer vorstellen, aber unser Darm ist das zu Hause von mehreren Billionen Bakterien. In ihrem Zusammenleben bilden die Darmbakterien ein eigenes ausbalanciertes Ökosystem, welches sich in vielerlei Hinsicht auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirkt. Entscheidend hierbei ist die Zusammensetzung der Darmflora. Betroffene einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa weisen häufig eine veränderte Zusammensetzung ihrer Darmflora und eine geringere Vielfalt an Darmbakterien auf.