Was ist Morbus Crohn?

Morbus Crohn gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), deren Ursache noch unklar ist. Es wird vermutet, dass die Ursachen in einer Kombination aus erblichen Faktoren, einer Fehlfunktion des Immunsystems, einer Beteiligung der Mikroorganismen im Darm und Umwelteinflüssen liegen. Bei Morbus Crohn können alle Darmschichten und unterschiedliche Darmabschnitte entzündet sein, wobei der letzte Abschnitt des Dünndarms sehr häufig mit betroffen ist. Typische Symptome sind unter anderem Durchfälle, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust. Die Krankheit verläuft meist in Schüben, d. h. Phasen mit starken Beschwerden können sich mit beschwerdefreien Phasen abwechseln. Morbus Crohn beginnt häufig in jungem Alter, meistens zwischen 20 und 30 Jahren.

Podcast: Morbus Crohn - Thema Lokalisation und Ursachen

Ursachen

Die Ursache von Morbus Crohn ist noch ungeklärt. Man vermutet eine Kombination aus genetischen Faktoren, Darmflora, Durchlässigkeit der Darmwand, Immunsystem und Umweltfaktoren als Auslöser.

Symptome

Morbus Crohn macht sich vor allem durch Bauchschmerzen und Durchfälle bemerkbar. Diese können am Anfang nur leicht, später von wechselnder Intensität, außerdem diffus und oft krampfartig sein.

Diagnose

Die Diagnose stützt sich bei Morbus Crohn meist auf die Beschwerden, den Verlauf, Blut-und Stuhlwerte, Gewebeproben und die Befunde aus der Darmspiegelung oder weiterer bildgebender Verfahren.

Verlauf

Morbus Crohn ist nicht heilbar. Der Verlauf ist bei jedem Patienten unterschiedlich und kann schubartig sein - d.h. mehr oder weniger starke Schübe wechseln sich mit beschwerdefreien Phasen ab.

Therapie

Eine medikamentöse Therapie kann Morbus Crohn erfolgreich lindern. Die Behandlung zielt vor allem darauf ab, die Entzündung einzudämmen und Beschwerden zu verbessern.

Perianale Fisteln

Perianale Fisteln können Menschen mit Morbus Crohn stark belasten. Für eine optimale Behandlung ist die gemeinsame Diagnose und Therapie durch verschiedene ärztliche Fachrichtungen entscheidend.