Therapie bei Morbus Crohn

Eine medikamentöse Therapie kann Morbus Crohn zwar nicht heilen, aber oft über viele Jahre erfolgreich lindern. Die Behandlung zielt bei Morbus Crohn vor allem darauf ab, eine Remission, d.h. ein Nachlassen der schubförmig auftretenden Beschwerden zu erreichen und diese möglichst lange zu erhalten. Die Erhaltung der Lebensqualität spielt also eine maßgebliche Rolle. Außerdem soll die Beschwerdefreiheit mit einer möglichst langanhaltenden Abheilung der Darmschleimhaut einhergehen, und das ohne den dauerhaften Einsatz von Kortikosteroiden. Die einzelnen Therapieformen unterscheiden sich vor allem in ihrer Wirkungsweise. Viele Medikamente bei Morbus Crohn dienen dazu, die Aktivität des Immunsystems zu senken. Mit manchen Medikamenten kann ein Rückfall verhindert werden.

Die Symptome bei Morbus Crohn

Morbus Crohn macht sich vor allem durch Bauchschmerzen und Durchfälle bemerkbar. Diese können am Anfang nur leicht, später von wechselnder Intensität, außerdem meistens diffus und oft krampfartig sein. Das kann sich aber von Patient zu Patient sehr unterschiedlich darstellen. Die Schmerzen befinden sich in der Regel im rechten Unterbauch, sind jedoch auch vom betroffenen Darmbereich abhängig.

Ursachen von Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine komplexe Erkrankung, deren Ursache noch ungeklärt ist. Als auslösende Faktoren vermuten die Experten eine Kombination aus genetischen Faktoren, der Beschaffenheit der Darmflora (Mikrobiom), der Durchlässigkeit der Darmwand, einer Reaktion des Immunsystems und verschiedener Umweltfaktoren. Man geht davon aus, dass die Darmentzündung bei Morbus Crohn in einem Zusammenwirken von genetischen Faktoren, Umweltfaktoren, des Mikrobioms und einer Störung der Barrierefunktion der Darmschleimhaut entsteht.