Leitliniengerechte Therapieziele auf Basis eigener Bedürfnisse

Der Verlauf langwieriger chronischer Erkrankungen, wie den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), kann von stetigen Veränderungen geprägt sein, die eine individuelle Anpassung von Behandlungsmaßnahmen und Therapiezielen erforderlich machen. Die Fortschritte in der Medizin und die Entwicklung neuer Medikamente ermöglichen es CED-Betroffenen dabei immer mehr, ihre Therapien mit ihren persönlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.

Drei Tipps für einen flexibleren Therapiealltag #TrotzCED

Gerade bei chronischen Erkrankungen – die einen ein Leben lang begleiten – kann es für Betroffene wichtig sein, eine Behandlung zu finden, mit der sie gut zurechtkommen und die sich mit ihrem Alltag vereinbaren lässt. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) stehen verschiedenste Therapieoptionen zur Verfügung, die mitunter auch ein unterschiedliches Maß an Flexibilität versprechen. Je flexibler du deine Therapie gestalten möchtest, desto mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit gehen damit einher. Dies Betrifft alle Phasen der Therapie: Therapieentscheidung, -durchführung und ihre Reflexion/Evaluation. Mit unseren drei Tipps möchten wir dir aufzeigen, wie dir ein flexibler Therapiealltag gelingen kann.

Steroidabhängigkeit: Wenn aus einem kurzen Vor- ein langer Nachteil wird

Als Betroffene*r einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) hast du sicherlich schon einmal von einer Steroidtherapie gehört oder auch schon selbst Erfahrungen damit gemacht. Als eine Form der immunsuppressiven Therapie, dient sie in der CED-Behandlung der Unterdrückung von Entzündungsreaktionen im Darm. Mit dem Ziel des Erreichens der Remission wird die Steroidtherapie hierbei vor allem bei besonders schweren Krankheitsverläufen mit einer hohen CED-Aktivität und akuten Entzündungsschüben eingesetzt.

Lass deine CED nicht ins Auge gehen

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) und die damit verbundenen Beschwerden müssen nicht nur den Verdauungstrakt betreffen. CED können gesundheitliche Veränderungen hervorrufen, die sich an verschiedenen Stellen deines Körpers bemerkbar machen. Solche Erkrankungserscheinungen der CED, die außerhalb des entzündeten Darms in anderen Körperbereichen auftreten, werden als extraintestinale Manifestationen (EIM) bezeichnet. 

Fatigue: Wenn Körper und Geist bei CED streiken

Solltest du dich hin und wieder erschöpft oder kraftlos fühlen, muss nicht zwangsläufig nur der Alltagsstress die Ursache hierfür sein. Langwierige chronische Erkrankungen wie deine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) können zu einer dauerhaften Schwächung des Organismus führen. Neben der anhaltend physischen Anstrengung, die chronische Erkrankungen und deren Therapien mit sich bringen können, sehen sich Betroffenen häufig auch einer psychischen Belastung ausgesetzt

Let’s talk about Sex: Libido und CED

Das Wort „Libido“ fällt in Zusammenhang mit dem Thema Sexualität häufiger – aber was bedeutet das eigentlich genau und wie wirkt sich eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) darauf aus? Unter dem Begriff „Libido“ versteht man ein triebhaftes, sexuelles Verlangen. Umgangssprachlich wird dies auch als „Geschlechtstrieb“ bezeichnet. Der Geschlechtstrieb ist dabei je nach Person ganz unterschiedlich ausgeprägt und rangiert auf einem Spektrum zwischen den beiden Extremen: Frigidität und Nymphomanie. Die Libido ist dabei nicht nur persönlich äußerst unterschiedlich ausgeprägt, sondern auch abhängig von einer Vielzahl innerer und äußerer Faktoren: Zu den Inneren zählen z.B. Stress oder Depressionen, während z.B. Medikamente oder Alkohol zu den Äußeren gehören.