Auch wenn der Name chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) etwas anderes vermuten lässt, kann die Erkrankung auch zu Beschwerden außerhalb des Verdauungstrakts führen.

Extraintestinale Manifestationen bei CED

Als extraintestinale Manifestationen werden Krankheitsbilder zusammengefasst, die in Zusammenhang mit der CED stehen, aber nicht den Magen-Darm-Trakt betreffen. Sie treten schätzungsweise bei bis zu 50% der Betroffenen auf – also bei fast jedem zweiten – und können sich sogar schon vor den typischen CED-Symptomen entwickeln. Dabei werden die extraintestinalen Manifestationen bei Morbus Crohn häufiger beobachtet als bei Colitis ulcerosa.

Die häufigsten extraintestinalen Manifestationen bei CED:

  • Gelenkbeschwerden (z. B. enteropathische Arthritis)

  • Hautveränderungen (z. B. Erythema nodosum)

  • Augenerkrankungen (z. B. Uveitis)

  • Entzündungen der Gallengänge (z. B. primär sklerosierende Cholangitis)

Extraintestinale Manifestationen können praktisch überall auftreten, z. B. an den Augen, Gallengängen, der Haut oder an den Gelenken.

Einige extraintestinale Manifestationen, wie z. B. das Erythema nodosum, stehen in enger Verbindung mit der Aktivität der CED und treten daher während eines akuten Schubs in Erscheinung. Andere, wie z. B. Uveitis, haben einen eigenständigen Verlauf. Wie und warum die extraintestinalen Manifestationen entstehen, ist noch nicht geklärt. Es wird vermutet, dass die erkrankte Darm-Schleimhaut weitere ungünstige Entzündungsreaktionen im Körper hervorrufen kann, die dann zu den Symptomen an den betroffenen Stellen führen können.

Was tun bei Beschwerden außerhalb des Verdauungssystems?

Es kann hilfreich sein, sich genau über seine Erkrankung zu erkundigen. Denn wer seine Erkrankung kennt, kann auch Ängste und Unsicherheiten abbauen. Das gilt nicht nur für den allgemeinen Umgang mit CED, sondern auch für die Kenntnis über extraintestinale Manifestationen. Dadurch bist du eher in der Lage, bereits erste Anzeichen zu erkennen und frühzeitig abklären zu lassen. Wenn du Beschwerden außerhalb des Darms verspürst, die auf extraintestinale Manifestationen hinweisen, nehme sie ernst und sprich deinen behandelnden Arzt gezielt darauf an.

Wichtig: Da die extraintestinalen Manifestationen beinahe jedes Organsystem betreffen können, sollte nicht nur dein Gastroenterologe über deine CED Bescheid wissen. Auch die anderen Fachärzte sollten deine Erkrankung kennen. So können mögliche Anzeichen für eine extraintestinale Manifestation von dem jeweiligen Facharzt richtig gedeutet und behandelt werden.

Zuletzt aktualisiert: 29.04.2020

Mit einer Häufigkeit von 34 Fällen pro einer Millionen Einwohner ist das Kurzdarmsyndrom (KDS) eine recht seltene Erkrankung. Doch was verbirgt sich dahinter? Und was hat das KDS mit Morbus Crohn (MC) zu tun? Lies weiter und erfahre mehr dazu in diesem Beitrag. Ein KDS tritt in der Regel auf, wenn größere Darmabschnitte chirurgisch entfernt werden müssen (auch als Resektion bezeichnet) und sich der Darm dadurch so sehr verkürzt, dass Nährstoffe und Flüssigkeit nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können.

Die direkte Krankheitslast ist das eine, die mittelbaren Folgen das andere: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa können über die Krankheitssymptome hinaus einen negativen Einfluss auf dein Wohlbefinden haben. Neben körperlichen und seelischen Begleiterkrankungen wie zum Beispiel Fisteln, Entzündungen an Wirbelsäule und Gelenken oder Depressionen, können finanzielle Herausforderungen Betroffene zusätzlich belasten. 

Mit einer Häufigkeit von 34 Fällen pro einer Millionen Einwohner ist das Kurzdarmsyndrom (KDS) eine recht seltene Erkrankung. Doch was verbirgt sich dahinter? Und was hat das KDS mit Morbus Crohn (MC) zu tun? Lies weiter und erfahre mehr dazu in diesem Beitrag. Ein KDS tritt in der Regel auf, wenn größere Darmabschnitte chirurgisch entfernt werden müssen (auch als Resektion bezeichnet) und sich der Darm dadurch so sehr verkürzt, dass Nährstoffe und Flüssigkeit nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können.

Die direkte Krankheitslast ist das eine, die mittelbaren Folgen das andere: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa können über die Krankheitssymptome hinaus einen negativen Einfluss auf dein Wohlbefinden haben. Neben körperlichen und seelischen Begleiterkrankungen wie zum Beispiel Fisteln, Entzündungen an Wirbelsäule und Gelenken oder Depressionen, können finanzielle Herausforderungen Betroffene zusätzlich belasten.