Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts. Die Knochensubstanz wird von körpereigenen Zellen abgebaut wodurch die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen können. Wusstest du aber, dass CED-Betroffene ein erhöhtes Risiko haben, Osteoporose zu entwickeln? Wir erklären dir, wie diese beiden Erkrankungen zusammenhängen und wie du #TrotzCED deine Knochen gesund hältst.

Aufgaben der Knochen: Stützen, speichern und schützen

Unsere Knochen haben die Aufgabe unseren Körper von innen zu stützen, Organe zu schützen und wichtige Mineralsalze zu speichern. 3 wichtige Zelltypen des Knochengewebes sind: Osteoblasten, diese produzieren Knochensubstanz und entwickeln sich zu Osteozyten, den reifen Knochenzellen. Dann gibt es noch Osteoklasten, die für den Abbau der Knochen verantwortlich sind. Das Zusammenspiel dieser Zellen ist dafür verantwortlich, dass unser Skelett gesund bleibt. Denn unser Skelett ist keine starre Struktur. Es verändert sich im Laufe des Lebens und passt sich den Bedingungen, denen der Körper ausgesetzt ist, ständig an. Dieser Prozess wird als „Knochenumbau“ bezeichnet, bei dem auch Mineralien wie Kalzium und Phosphat eine Rolle spielen. Kommt es zu einem Ungleichgewicht, können sich Knochenkrankheiten wie Osteoporose entwickeln.

Was ist Osteoporose?

Je nach Ursache der Erkrankung unterscheidet man verschiedene Formen. Am häufigsten findet man die primäre Osteoporose. Von ihr sind vor allem Frauen in der Menopause und Menschen im höheren Alter betroffen. Die sekundäre Osteoporose entsteht hingegen als Folge einerGrunderkrankung wobei auch andere Faktoren wie Alter, Ernährung, Bewegung, Hormone oder Medikamente wie Kortison eine Rolle spielen. Bei beiden Formen der Osteoporose liegt ein verstärkter Knochenabbau durch Osteoklasten vor. Die frühe Form dieser Erkrankung bezeichnet man als „Osteopenie“, die sich dann zur Osteoporose weiterentwickeln kann.

Was hat das mit CED zu tun?

Ein wichtiger Faktor, warum Patienten mit CED ein erhöhtes Risiko für Osteoporose haben, ist die chronische Entzündung. „Entzündungsvermittler“, sogenannte Interleukine, werden bei entzündlichem Geschehen ausgeschüttet. Interleukine können aber auch indirekt den Knochenabbau fördern. Weitere Risikofaktoren für CED-Betroffene sind Medikamente, wie z. B. Kortikosteroide, die die Knochenabbau-Zellen (Osteoklasten) aktivieren, sowie Vitamin D-Mangel, der auch mit Knochenschwund in Verbindung gebracht wird. Mit anderen Worten: Durch die chronische Entzündung im Verdauungstrakt und durch die Therapie können CED-Betroffene weniger Nährstoffe aufnehmen als Nicht-Betroffene. Dies kann zu Nährstoffmangel führen.

Wie kann ich als CED-Patient Osteoporose vorbeugen?

Zunächst ist es wichtig, dass du als CED-Patient die Risikofaktoren für die Entstehung von Osteoporose kennst und diese, wenn möglich, vermeidest. Hierzu gehören der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten. Auch wenn der Mechanismus noch nicht vollständig verstanden ist, zeigen Studien, dass Rauchen die Aufnahme von Vitamin D und Kalzium im Darm verändert bzw. verringert. Häufig ist mit dem Rauchen auch ein generell ungesunder Lebensstil verbunden, der Alkoholkonsum und Bewegungsmangel einschließt. Auch das sind Faktoren, die die Gesundheit der Knochen beeinträchtigen.

Achte auch darauf, dass dein Körpergewicht und dein Body-Maß-Index (BMI) nicht zu niedrig sind. Ebenso kann regelmäßige und ausreichende Bewegung deine Muskulatur und Knochen stärken. Forscher konnten zeigen, dass sich der Aufbau von Muskelmasse positiv auf die Mineralisierung der Knochen auswirkt und so Osteoporose vorbeugen kann.

Bezieh deinen Arzt mit ein

Dein Arzt ist dein bester Ansprechpartner – auch beim Thema Vorbeugung der Osteoporose. Besprich mit ihm, welche Sportart sich am besten für dich eignen könnte, um deine Muskulatur zu stärken. Auch den Vitamin D-Spiegel im Blut kann dein Arzt untersuchen. Vitamin D erhöht den Kalzium- und Phosphatspiegel im Blut und fördert so die Mineralisierung der Knochen. Ob die Einnahme von einem Vitamin-Präparat für dich sinnvoll ist, solltest du mit deinem Arzt
besprechen.

Dass eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung Einfluss auf den Knochstoffwechsel haben kann, darin sind Mediziner sich weitestgehend einig. Wichtig zu wissen ist, dass eine Studie zeigte, dass Betroffene, bei denen über eine längere Zeit die Symptome der CED nachlassen, auch eine höhere Mineralisierung der Knochen zeigen. Das heißt, du als CED-Betroffener kannst viel dazu beitragen, Osteoporose vorzubeugen!

Fakten zur Osteoporose:

  • Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört die Osteoporose zu den 10 häufigsten
    Erkrankungen weltweit.

  • Rund 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter.

  • Weniger als ein Viertel aller Fälle wird frühzeitig diagnostiziert und adäquat behandelt.

  • Erhöhtes Risiko bei Menschen mit CED, eine Osteoporose und Frakturen zu entwickeln.

  • Sogar jüngere Menschen mit CED können davon betroffen sein.

Zuletzt aktualisiert: 20.01.2020

Solltest du dich häufiger müde oder geschwächt fühlen, muss nicht zwangsweise der Stress im Alltag schuld sein. Nicht selten ist ein Eisenmangel die Ursache. Schätzungen zufolge sind in Europa 5 bis 10 % der Menschen dahingehend unterversorgt. Weltweit ist Eisenmangel die häufigste Mangelerkrankung und Hauptgrund für das Auftreten einer Anämie (Blutarmut).1 Bei Betroffenen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED), wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, zeigen sich Eisenmangel und Anämie besonders häufig. Im Schnitt weisen 75 % der Betroffenen einen Eisenmangel auf –  wobei bei etwa jedem Dritten bis Vierten der Eisenmangel zur Bildung einer Eisenmangelanämie führt.2,3

Im Verlauf einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) kann unter Umständen das Legen eines künstlichen Darmausgangs für einzelne Betroffene medizinisch notwendig werden. Dieser Artikel möchte dir eine Orientierung gerade zum anfänglichen Umgang mit einem Stoma bieten.