Aufmerksamkeit für CED – ohne Mythen und Tabus

„Also ich sag das meinem Gegenüber eigentlich immer gerne. Und dann ist das für mich so ein Wohlfühlmoment,
dass ich weiß, derjenige weiß Bescheid was los ist.“, sagt die Betroffene Nadine Hauptrock über ihre
chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED).


Wie gehst du mit deiner CED um, redest du immer direkt offen über deine Erkrankung, oder bist du eher
zurückhaltend?
Rund um CED bestehen immer noch viele Mythen und Tabus. Gespräche über Stuhlgang, Durchfall und
weitere Symptome der Erkrankung sind oft unangenehm und im Gros der Gesellschaft nicht unbedingt
Smalltalk-Themen. Ein offener Umgang mit CED kann Betroffenen aber helfen sich mit der Erkrankung
besser zurecht zu finden. Elisabeth Lommatzsch, selbst Betroffene und Leiterin der CEDSelbsthilfegrupppe
in Wiesbaden, fasst das Thema Disease Awareness so zusammen: „Die Öffentlichkeit da
mit einzubinden ist ganz wichtig, deswegen gibt es ja auch diese vielen Patiententage, wo wir uns auch von der
Selbsthilfegruppe immer mit einem Infostand dran beteiligen, um da einfach auch ein größeres Spektrum zu
präsentieren.“. Je offener und selbstverständlicher du mit deiner CED umgehst, desto mehr Verständnis
und Unterstützung wird dir von deinem Umfeld wahrscheinlich entgegengebracht.


CED ist eine schwierige Erkrankung, sowohl um offen darüber zu sprechen als auch damit zu leben. Eine
Diagnose stellt oft den Alltag auf den Kopf und nimmt Einfluss auf alle Bereiche des Lebens. Trotz einer
Erkrankung kann man sein Leben meistern und muss sich nicht nur ausschließlich über seine CED
definieren. Die Betroffene und YouTuberin Kascha sagt dazu auch: „Ich versuche die CED nicht meinen
ganzen Alltag bestimmen zu lassen. Das möchte ich einfach nicht.“

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Zuletzt aktualisiert: 26.08.2020