Komplementärmedizin

Begleitend aktiv werden

Viele Menschen mit CED (Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen) suchen neben ihrer schulmedizinischen Therapie ergänzende Methoden. In der Fachwelt spricht man von Alternativ- und Komplementärmedizin. Die Behandlungsmethoden der Komplementärmedizin sind wissenschaftlich meist nicht oder nur begrenzt belegt. Trotzdem können unterstützende Maßnahmen die Schulmedizin sinnvoll ergänzen. Und sie geben Ihnen die Chance als Patient, selber aktiv zu werden. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie alternative Methoden Ihre Therapie sinnvoll ergänzen können.

Hier eine Auswahl:

  • Akupunktur: Die Akupunktur zählt zur Traditionell Chinesischen Medizin (TCM). Über eine feine Nadel wird im Körper dabei ein Reiz bestimmter Energiebahnen im Körper gesetzt. Bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Schüben kann die Nadelung schmerzlindernd wirken.
  • Homöopathie: Ähnliches mit Ähnlichem heilen – diesen Grundsatz entwickelte der Meißner Arzt Samuel Hahnemann Anfang des 19. Jahrhunderts und begründete damit die Homöopathie. Anders als die Schulmedizin greift die klassische Homöopathie zu Substanzen, die beim Gesunden ähnliche Befindlichkeiten erzeugen, wie sie der Kranke vorweist. Welche das bei Colitis ulcerosa oder bei Morbus Crohn genau sind, sollten Sie mit einem fachkundigen Arzt besprechen.
  • Phytotherapie: Die Pflanzenheilkunde hält eine ganze Reihe von wirksamen Kräutern bereit. Dazu zählen indischer Flohsamen, Gelbwurz,Tormentillwurzel (Blutwurz), Kamillenblütenextrakt, Heidelbeermuttersaft, Myrrhe, Teufelskralle, Pfefferminzöl, Ingwer, Blutwurz und Weihrauch.
  • Schüssler Salze finden häufig Anwendung bei Morbus Crohn. Sie können jedoch weder die Krankheit heilen noch Medikamente ersetzen. Bei Morbus Crohn empfehlen Fachkundige fünf verschiedene Schüssler Salze. Sie sollen bei der Regeneration, gegen Appetitlosigkeit, bei Entzündungen, gegen chronische Müdigkeit, Erschöpfung und Gewichtsverlust helfen.

Komplementäre Methoden sind auch in der Schulmedizin längst akzeptiert. Wenn Sie sich dafür entscheiden, informieren Sie auch Ihren behandelnden Arzt darüber.

Weitere Informationen zum Thema und welche naturheilkundlichen Wirkstoffe bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn helfen, finden Sie auch im Interview mit Frau Prof. Seiderer-Nack.