Zur Urlaubssaison stellen sich immer wieder diese Fragen: Wo soll es in diesem Jahr hingehen, wie erfolgt die Anreise und vor allem: Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung für meinen Urlaub? Letztere ist vor allem für Menschen mit einer chronischen Erkrankung eine wichtige Frage.

Krankenversichert im Ausland

So viel vorab: Grundsätzlich ist natürlich niemand vor Unfällen oder plötzlicher Krankheit im Urlaub gefeit. Deshalb kann es auch ohne Vorerkrankung wichtig sein, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Gesetzlich Versicherte, die ihren Urlaub im europäischen Ausland verbringen, sind in der Regel automatisch durch die European Health Insurance Card (EHIC) versichert. Diese muss dann nicht extra beantragt werden, sondern ist auf der Rückseite der Versichertenkarte aufgedruckt1. Sie gilt in allen Ländern der EU sowie in Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, der Schweiz und Serbien. Je nach Land übernimmt die Krankenkasse die Kosten direkt (Kostenübernahme) oder erstattet sie im Nachhinein zurück (Kostenerstattung). In Ländern wie Frankreich oder Luxemburg musst du die Behandlung z. B. erst einmal selbst beim Arzt bezahlen und bekommst die Kosten dann später von der Versicherung zurückerstattet. Die Kosten, die die Krankenkasse im Ernstfall übernimmt, werden maximal bis zu den in Deutschland üblichen Beträgen erstattet und das maximal bis zu sechs Wochen im Jahr.

Wichtig: Der Punkt „Rücktransport“ ist einer der wichtigsten Punkte für die Auswahl der Versicherung. Achte darauf, dass du einen Anbieter wählst, der den Transport nach Deutschland übernimmt, sobald er „medizinisch sinnvoll und vertretbar“ ist. Einige Versicherer übernehmen ihn nur, wenn er als „medizinisch notwendig und ärztlich angeordnet“ eingestuft wurde – diese Voraussetzungen sind jedoch sehr eng definiert und treffen nur in sehr wenigen Ausnahmefällen zu. 

Auslandskrankenversicherung bei CED

Bei Reisen mit CED sind deshalb ein paar Extrapunkte zu beachten. Es empfiehlt sich, vor Antritt des Urlaubs die Leistungen mit der Krankenkasse abzusprechen und zu klären, was genau im Ernstfall übernommen wird – ggf. kann eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Oft schließen die Gesellschaften nämlich auch die Übernahme von Leistungen aus, wenn vor Urlaubsbeginn ein Krankheitsfall absehbar oder eine Behandlung im Ausland geplant war. Um zu vermeiden, dass CED-Betroffene auf den eventuellen Kosten sitzen bleiben, sollten sie vor dem Urlaub eine ärztliche Bescheinigung – am besten auch in englischer und französischer Ausführung – einholen und sich ihre Reisefähigkeit von ihrem Gastroenterologen bestätigen lassen2. 

Bei Reisen außerhalb der EU und der oben genannten Länder empfiehlt sich allgemein aber insbesondere für CED-Betroffene der Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung.

Gut zu wissen: Häufig bieten auch Anbieter von Kreditkarten einen gewissen Versicherungsschutz im Urlaub. Es lohnt sich, diesen Schutz zu kennen und so vielleicht den einen oder anderen Euro zu sparen3.

Reiserücktrittsversicherung

Den Urlaub wegen eines Schubs oder akuten Beschwerden gar nicht erst antreten? – Das will wohl niemand. Trotzdem kann es durchaus sinnvoll sein, vor Reisebeginn eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Auch hier kommt wieder das ärztliche Attest zu deiner Reisefähigkeit ins Spiel. So kann die Verschlechterung deines Gesundheitszustands als neue Erkrankung gewertet und die Stornierungskosten können von der Versicherung übernommen werden.

Zuletzt aktualisiert: 18.05.2020

Hast du das Gefühl deine Haare werden lichter. In der Bürste beim Kämmen oder im Abfluss nach dem Duschen sammeln sich häufiger Haare? Wenn ja, muss dies kein Zufall sein oder daran liegen, dass du kürzlich wieder ein Jahr älter geworden bist. Ein zunehmender Haarverlust kann in Zusammenhang mit deiner chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) oder deren Therapie stehen.1 Wir geben dir Tipps was du dagegegen tun kannst.   

Solltest du dich häufiger müde oder geschwächt fühlen, muss nicht zwangsweise der Stress im Alltag schuld sein. Nicht selten ist ein Eisenmangel die Ursache. Schätzungen zufolge sind in Europa 5 bis 10 % der Menschen dahingehend unterversorgt. Weltweit ist Eisenmangel die häufigste Mangelerkrankung und Hauptgrund für das Auftreten einer Anämie (Blutarmut).1 Bei Betroffenen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED), wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, zeigen sich Eisenmangel und Anämie besonders häufig. Im Schnitt weisen 75 % der Betroffenen einen Eisenmangel auf –  wobei bei etwa jedem Dritten bis Vierten der Eisenmangel zur Bildung einer Eisenmangelanämie führt.2,3

Im Verlauf einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) kann unter Umständen das Legen eines künstlichen Darmausgangs für einzelne Betroffene medizinisch notwendig werden. Dieser Artikel möchte dir eine Orientierung gerade zum anfänglichen Umgang mit einem Stoma bieten.