Natürlich gegen Stress? Komplementärmedizinische Unterstützung der CED-Therapie bei Stress

Hast du vielleicht schon einmal Entspannungstechniken gegen Nervosität vor einem Bewerbungsgespräch angewendet oder auf die traditionelle chinesische Medizin (TCM) bei Prüfungsstress vertraut? Solche komplementärmedizinischen Methoden können helfen, stressige Situationen, ob in Schule, Ausbildung, Studium oder im Beruf, besser zu bewältigen. Aber funktionieren diese und andere Verfahren zur Stressreduzierung auch als Ergänzung zur medikamentösen Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Colitis ulcerosa (CU) oder Morbus Crohn (MC)?

Stress + CED = Krankheitsschub?!

Psyche und Verdauungstrakt sind eng miteinander verknüpft. Wie wichtig der Darmbereich ist, zeigt auch, dass das dortige Nervensystem (enterales Nervensystem) als „Bauchhirn“ bezeichnet wird.1 Dieses ist das größte neuronale Netzwerk außerhalb des zentralen Nervensystems.1 Im Darm agieren viele Botenstoffe als Vermittler von Stressreizen.2 So steigert Stress die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen, die Durchlässigkeit des Darms und die Abgabe von Elektrolyten, Schleim und Wasser, wodurch Durchfall entstehen kann.2 In einer Studie mit mehr als 550 von CED-Betroffenen konnte gezeigt werden, dass das persönliche Stresserleben das höchste Risiko für einen Krankheitsschub darstellte.2

Naturheilkundliche Verfahren: Ergänzungen zur CED-Therapie bei Stress?

Naturheilkundliche bzw. komplementärmedizinische Verfahren, zu denen z. B. Entspannungstechniken, Homöopathie oder TCM inklusive Akupunktur gerechnet werden, können eine medizinische Behandlung der CED flankieren. In Deutschland gaben über 50 % aller befragten Patienten mit CED an, mit diesen alternativen Behandlungen Erfahrungen gemacht zu haben.3 Dass bestimmte Entspannungsverfahren einen positiven Einfluss auf beispielsweise Schmerzen, Depressionen, Ängstlichkeit, Stress und Lebensqualität bei Patienten mit CED haben können, zeigten schon erste Studien.3

Weitere Entspannungsmethoden für eine Stressbewältigung sind außerdem:

  • Autogenes Training = gezielte Beeinflussung von bestimmten Körperfunktionen durch die eigene Vorstellungskraft
  • Yoga = Verbindung von Entspannungs-, Atem- und Körperübungen; stammt aus der traditionellen indischen Heilkunde Ayurveda
  • Qigong = Verknüpfung von vorgegebenen Bewegungsabläufen mit bestimmten Atemtechniken

Wichtig: Komplementärmedizinische und naturheilkundliche Methoden sollten in keiner Phase der CU oder MC als alleinige Therapie eingesetzt werden. Auch solltest du nicht eigenständig alternative Behandlungsmethoden ausprobieren, ohne diese vorher mit deinem Arzt besprochen zu haben.

Mehr Informationen zum Thema findest du auch in unseren News-Artikeln und im Online-Seminar mit dem Blogger Lukas Fingerle unter https://www.takeda-gastroenterologie.de/nursecare/wissen/medien/entspannter-und-stressfreier-durch-den-alltag-bei-CED.

Zuletzt aktualisiert: 27.02.2019
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Kulinarische Genüsse wie Salate oder Beeren-Snacks können eine leichte und vitaminreiche Alternative zu einer warmen (Mittags-)Speise sein. Allerdings vertragen Betroffene einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED), selbst solche „leichten“ Speisen nicht immer gleich gut. Trotzdem musst du als CED-Betroffener auch keine "CED-Diät" halten. Was also tun?

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Deine Reisevorbereitungen hast du weitestgehend abgeschlossen: Das Visum ist beantragt, die
Unterkunft ist gebucht und die Sehenswürdigkeiten sind identifiziert. Jetzt nur noch schnell Koffer packen
und es kann losgehen. Tja, so einfach ist das leider meistens aber nicht… Denn neben der üblichen
Reisevorbereitung gibt es für CED-Betroffene noch Einiges mehr zu berücksichtigen. Hast du alle
wichtigen Impfungen?

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Betroffene von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) leiden häufiger an Nahrungsmittelunverträglichkeiten als gesunde Personen. Ein Umstand, der besonders im Sommer zum Tragen kommen kann, wenn mit den Temperaturen auch die Lust auf verführerische Eisbecher oder erfrischende Milchshakes steigt. Denn eine der häufigsten Unverträglichkeiten, ob mit oder ohne CED, betrifft den über die Verdauung aufgenommenen Milchzucker, in der Biologie und Medizin auch als Laktose bezeichnet.