Raus aus dem Hamsterrad und bei angenehmen Temperaturen einfach mal die Seele baumeln lassen – freust du dich auch schon auf den Sommerurlaub? Oder machst du dir eher Gedanken darüber, wie du im Falle eines Schubs auch vor Ort gut versorgt bist? Vielleicht hilft es dir, wenn du weißt, wie du dich gut auf eine Reise #TrotzCED vobereiten kannst.

Reiseplanung mit dem Arzt besprechen

Mehr Sicherheit kann dir ein Gespräch mit deinem behandelnden Arzt geben. Er kennt deinen aktuellen Gesundheitszustand und kann dir vor dem Urlaubsantritt die wichtigsten Medikamente verschreiben, damit es während der Reise nicht zu einem Engpass kommt. Sprich mit ihm über dein angepeiltes Reiseziel, evtl. kann er dir noch weiterführende Tipps z. B. zu den Themen Impfung oder Ernährung vor Ort geben.

Bei Medikamenten-Mitnahme beachten: Vor allem bei einer Flugreise mit Medikamenten wie Spritzen oder Pens sollte man am besten ein vom Arzt unterschriebenes Attest und eine Zollbescheinigung mit sich führen, das die Notwendigkeit der Medikamentenmitnahme erklärt – idealerweise in der Landessprache des Ziellandes verfasst, mindestens allerdings in englischer oder französischer Sprache.

Ist ein Arzt vor Ort?

Kommt es dann zu einem plötzlichen Schub, kann der Gang zum Arzt während des Urlaubs unumgänglich sein. Schon von Deutschland aus kannst du dich über die Gegebenheiten vor Ort informieren und passende Ärzte heraussuchen. Eine Auflistung von CED-Zentren findest du auf der Website www.ibdpassport.com. Zur Not können aber auch die großen Hotels der Region helfen. Sie haben in der Regel Listen mit den ansässigen Ärzten und können einen Termin für dich vereinbaren und den Transport organisieren.

Die richtige Verständigung

Die Beschwerden richtig erklären und deuten kann manchmal schon in der Muttersprache kompliziert sein. Im Ausland wird diese Aufgabe natürlich nicht einfacher. Ein Wörterbuch sollte deshalb auf jeder Reise ein wichtiges Urlaubsutensil und ständiger Begleiter sein – ob als Print- oder Onlineversion. Schreib dir am besten die wichtigsten Begriffe schon vor Urlaubsantritt in der Landessprache auf und trage sie vor Ort möglichst ständig bei dir. Außerdem kann ein vom Arzt in Deutschland ausgestelltes Attest in englischer Sprache für die Verständigung hilfreich sein.

Tipp: Natürlich dürfen auch die Kontaktdaten des Arztes in Deutschland nicht fehlen, falls es doch zu Rückfragen kommt oder Unklarheiten entstehen.

Und wer zahlt?

Die Abrechnung von Ärzten im EU-Ausland funktioniert in der Regel ähnlich wie die deines Arztes zu Hause. Durch die Krankenversicherungskarte EHIC werden Leistungen ganz normal über die Krankenkasse abgerechnet. Diese ist auf der Rückseite deiner deutschen Versichertenkarte aufgedruckt. Außerhalb der EU wird die Rechnung nicht von deiner normalen Krankenversicherung erstattet. Es empfiehlt sich für solche Reisen also eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Vorsicht: Da viele dieser Auslandskrankenversicherungen die Erstattung von Behandlungen chronischer Erkrankungen im Ausland ausschließen, sollte man vorab gut recherchieren, ob auch tatsächlich die Behandlungskosten für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen übernommen werden. Vor Ort begleichst du dann die Rechnungen zunächst selbst und reichst sie nach deiner Rückkehr bei der zuständigen Versicherung ein.

Wichtig: Für die Rückerstattung von selbstgezahlten Rechnungen unbedingt sowohl Quittungen als auch Rechnungen gut aufbewahren, um sie nach der Rückkehr gesammelt an die Krankenkasse zu schicken.

Einen guten Anhaltspunkt, welche Vorbereitungen du für deine Reise treffen kannst und was vor Ort zu beachten ist, damit du den Urlaub möglichst ohne unangenehme Unterbrechungen genießen kannst, findest du in folgender Checkliste, die zum Download bereitsteht:

Zuletzt aktualisiert: 11.06.2018
Tabuthema Darm: Außerhalb von Arztpraxen wird selten über das vernachlässigte Hochleistungsorgan gesprochen, da es häufig nur mit Fäkalien und Krankheitserregern assoziiert wird. Auch die damit verbundenen Erkrankungen, wie z. B. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), sind in unserer Gesellschaft grundlos mit Scham behaftet. Vorurteile und ...
Die glutenfreie Ernährungsweise wurde eigentlich für Patienten entwickelt, die das Getreideeiweiß Gluten nicht vertragen. Aber auch viele Menschen, die nicht an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leiden, schwören wegen nachgesagter gesundheitsfördernder Wirkung auf eine Glutendiät – darunter auch Betroffene mit Morbus Crohn oder Colitis ulcer...