Termin-, Leistungs- und Verantwortungsdruck scheinen den Takt unseres Lebens vorzugeben. Und das, obwohl man ständig hört, wie schädlich Stress für unsere Gesundheit ist. Insbesondere bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können psychische Belastungen zusätzliche Beschwerden hervorrufen. Denn Psyche und Darm stehen in engem Zusammenhang. Entspannungsübungen können der Schlüssel sein, um dem Ganzen entgegenzuwirken.

Entspannung will gelernt sein

Stress bedeutet für deinen Körper vor allem eins: Alarmbereitschaft. Der Blutdruck steigt, der Stoffwechsel dreht auf und die Sinne werden geschärft. Das ist in manchen Situationen sinnvoll, auf Dauer allerdings ungesund. Manche CED-Betroffene berichten von einer Verschlechterung ihrer Symptome, wenn sie belastende Lebensereignisse erfahren. Daher ist es wichtig, in der heutigen Zeit einen Ausgleich zu finden. Für den einen kann schweißtreibender Sport zum Stressabbau dienen, für den anderen malen oder musizieren. Noch tiefere Erholung versprechen Entspannungsübungen. Sie führen zu einer wahrnehmbaren Entschleunigung im schnelllebigen Alltag. Davon profitieren nicht nur Körper und Geist, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden. Die belastenden Alltagsgedanken geraten in den Hintergrund, die Spannungen werden gelöst und negative Stressreaktionen vermindert.

Heutzutage stehen verschiedene Entspannungstechniken zur Auswahl. Dabei ist es egal, für welche du dich entscheidest, Hauptsache du hast Spaß dabei und wendest sie regelmäßig an.

Mögliche Entspannungstechniken:

  • Autogenes Training (AT): Das Ziel des ATs ist es, sich mit Hilfe der eigenen Vorstellungskraft in einen Zustand der Entspannung zu versetzen. Vor allem die Verbesserung der Körperwahrnehmung und die Beeinflussung der vegetativen Prozesse, wie z. B. Verdauung, stehen dabei im Vordergrund.

  • Progressive Muskelrelaxation (PMR): Die PMR wurde von dem amerikanischen Arzt Edmund Jacobsen entwickelt. Er fand heraus, dass Muskeln bei Stress oder Angst angespannt sind. Die PMR steuert diesem Zustand mit intensiver muskulärer Entspannung entgegen.

  • Yoga: Yoga ist der Oberbegriff für unterschiedliche Techniken und Methoden aus Indien. Dieses traditionelle Übungssystem beinhaltet meditative und/oder körperliche Übungen, die zu einem Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele beitragen sollen.

Neben diesen populären Beispielen gibt es noch viele andere Entspannungsverfahren, die für eine innere Erholung hilfreich sein können: Meditation, Biofeedback, Qigong, Taijiquan, Atemtherapie und so weiter. Am besten du schaust dir das angebotene Programm in deinem Wohnort an und findest durch Schnupperkurse heraus, welche Übungen für dich in Frage kommen.

Gut zu wissen: Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen zumindest einen Teil der Kosten für Kurse zu bestimmten Entspannungstechniken, z. B. im Rahmen ihres Präventionsprogrammes. Das gilt somit nicht nur für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Also: Schnapp dir deine Freunde und chillt mal `ne Runde zusammen.  Setz dich einfach mit deiner Krankenkasse in Verbindung und frag nach!

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