22.09.2017 - Die CED im Blick – Start-up entwickelt Sensor zur Stuhlanalyse

Stuhlproben können jetzt direkt an der heimischen Toilette vorgenommen werden. Der israelische Hersteller OutSense hat ein System entwickelt, bei dem an der WC-Schüssel eine Box installiert wird, die Sensoren und einen kleinen Computer enthält, der sich mit einer mobilen App verbindet. Sobald die Stuhlprobe vorliegt, wird sie analysiert, die Daten an eine Cloud gesendet und diese dort ausgewertet. Das Ergebnis soll dazu dienen, den Gesundheitszustand zu erfassen. Über dieses System kann auch verborgenes („okkultes“) Blut gefunden werden, das mit dem Auge nicht sichtbar ist. Dieses ist ein wichtiger Hinweis auf Darmkrebs: Durch die ununterbrochenen Analysen kann er frühzeitig entdeckt und behandelt werden. Es entfällt außerdem das Einsenden des Stuhls an ein externes Labor, was meist nur stichprobenartig erfolgt.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa im Visier

Die Lösung von OutSense könnte auch Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn weiterhelfen. Wird das Analyse-Tool permanent an der Toilette verankert, können regelmäßig Proben genommen werden. Die Stuhlproben werden dabei chemisch und physikalisch untersucht, was dem Arzt beispielsweise dabei helfen kann, die Medikamentendosis besser zu steuern. In einem weiteren Fall erweist sich auch eine weitere Funktion als nützlich: die Ernährungsanalyse. Durch Durchfälle kann es bei Menschen mit einer CED zu einer vermehrten Ausscheidung wichtiger Stoffe kommen. Durch die Analyse der ausgeschiedenen Nahrung können Rückschlüsse gezogen werden, ob eine mögliche Mangelversorgung der Betroffenen vorliegt. Wenn es zu Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten bei der Stuhlanalyse kommt, werden sowohl der Betroffene als auch der Arzt über die App davon in Kenntnis gesetzt.


Mehr Informationen dazu gibt es unter: http://outsense.co.il/.