14.02.2017 - Reizdarmsyndrom wird häufig mit CED verwechselt

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich: Sie leiden unter Blähungen, Durchfällen, Verstopfung, krampfartigen Bauchschmerzen – und Ihr Arzt schickt Sie einfach mit der Diagnose Reizdarmsyndrom wieder nach Hause? Sie krümmen sich auf der Toilette, haben Schmerzen und Durchfall – und Ihre Familie winkt ab, es werde schon nix Schlimmes dahinterstecken? So oder ähnlich geht es tausenden Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, wenn die Diagnose noch nicht sicher gestellt ist: Ihre chronisch entzündliche Darmerkrankung wird mit dem häufigen Reizdarmsyndrom oder einer mikroskopischen Colitis verwechselt. Das Reizdarmsyndrom zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Insgesamt ist geschätzt jeder vierte von funktionellen Darmproblemen betroffen. Die mikroskopische Colitis ist mit sieben Prozent1 seltener, sie geht mit starken Durchfällen einher. Aktuelle Studien bestätigen: In der Krankengeschichte von CED-Patienten2 ist dreimal häufiger als bei Gesunden das Reizdarmsyndrom beschrieben. Jeder dritte Patient, der eigentlich eine mikroskopische Colitis hat, zeigt das Beschwerdebild wie bei einem Reizdarm.3 Die große Verwechslungsgefahr müssen vor allem Ärzte bei der fundierten Diagnose bedenken. Doch auch Patienten sollten bei Beschwerden auf Nummer sicher gehen – und bei Verdacht auf eine CED eine Darmspiegelung durchführen lassen.

Zuletzt aktualisiert: 12.02.2019