Was sind die Folgen für mich?

Die Entzündung im Körper ist immer da – auch wenn Sie selbst sie gerade nicht spüren. Morbus Crohn kann ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei einigen Patienten verläuft die Erkrankung milde und verursacht nur selten Beschwerden, andere klagen über häufigere und stärkere Symptome. Ärzte unterscheiden zwischen Schüben und sogenannten Ruhe- oder Remissionsphasen. Sie wechseln sich meist in Intervallen ab. Im Schub ist die Entzündung besonders heftig, in der Ruhephase flaut sie ab. Genauso gut kann die Erkrankung auch über längere Zeit anhalten oder nur ganz sporadisch auftreten.

Diese Symptome sind häufig

  • Anhaltend wässriger, dünnflüssiger Durchfall
  • Blähungen, krampfartige Bauchschmerzen im gesamten Bauchraum
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Fieber und Krankheitsgefühl
  • Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen
  • Gewichtsabnahme

Weitere Beschwerden und Risiken

Die Entzündung zieht sich durch alle Schichten der Darmwand. Die Darmwand kann infolge der Entzündung verkleben. Mögliche Folgen sind entzündliche oder narbige Verengungen (Stenosen), Eitereinschlüsse (Abszesse) oder neu entstandene Entzündungsgänge in das benachbarte Gewebe (Fisteln).

Selten äußert sich Morbus Crohn auch an anderen Organen wie zum Beispiel Haut, Augen, Knochen oder Leber. In komplizierten Fällen ist ein Darmverschluss möglich. Die chronische Entzündung steigert zudem das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Durch angepasste Therapien und regelmäßige Darmspiegelungen lässt sich dieses Risiko verringern. Hierbei kann Ihr Arzt Krebsvorstufen erkennen und entfernen.

Morbus Crohn - Folgen SilhouetteDer Morbus Crohn kann Organe außerhalb des Darms betreffen. Er kann einhergehen mit Gelenkschmerzen, Entzündungen am Auge, der Haut oder an den Gallengängen.