Partys, ein gemütlicher Abend mit Freunden oder einfach nur der Feierabend: Es gibt kaum einen gesellschaftlichen Anlass, den wir nicht mit einem Glas Bier, Wein oder anderen alkoholhaltigen Getränken zelebrieren. Alkohol ist ein akzeptierter Begleiter in unserer Gesellschaft – trotz der bekannten gesundheitlichen Risiken bei übermäßig hohem Alkoholkonsum. Auch der Darm oder das Immunsystem können unter hohem Alkoholkonsum beeinträchtigt werden. Daher stellt sich die Frage: Hat Alkohol auch Einfluss auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)?

Die Wirkung von Alkohol auf deine CED

Alkohol ist ein Zellgift1 und steht daher auch im Verdacht einen negativen Effekt auf den Verlauf von CED zu haben. Allerdings gibt es bislang nur wenige Studien, die die Wirkung von Alkohol bei Betroffenen mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa untersucht haben.2, Eine eindeutige Aussage kann daher nicht getroffen werden.

Bisher konnten unter anderem folgende Auswirkungen von Alkohol auf das Immunsystem oder den Darm festgestellt werden, die eine besondere Relevanz für Betroffene mit CED haben könnten.

Erhöhter, regelmäßiger Alkoholkonsum* kann:

  • die Funktion der Darmbarriere beeinträchtigen und dadurch zu einer Verstärkung der Entzündungen und zu einem ungünstigen Verlauf der CED beitragen.

  • zu schweren Erkrankungen des Verdauungssystems führen: Magenschleimhautentzündung, Leberzirrhose oder Bauchspeicheldrüsenentzündung.

  • die Produktion bestimmter entzündungsfördernder Botenstoffe erhöhen.

In Laborversuchen zeigte sich zudem, dass Alkohol das Immunsystem von Tieren hemmte, indem er die Aktivität bestimmter Immunzellen unterdrückte. Außerdem wies eine andere Studie darauf hin, dass er das Risiko von Darminfektionen erhöhen und dadurch einen gesteigerten Einsatz von Antibiotika mit sich bringen kann.

Zusammengefasst: Alkohol kann für jeden schädlich sein – egal, ob mit oder ohne CED. Dennoch erlaubt die aktuelle Studienlage keine eindeutige Aussage, ob das Zellgift speziell auf den Verlauf von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa Einfluss hat. Zunächst solltest du ganz generell, wie auch nicht Betroffene, für dich entscheiden, wie du zum Thema Alkohol stehst. Keinen Alkohol zu konsumieren ist eine Entscheidung, die sich positiv auf deinen Körper auswirken kann. Wenn du aber doch ab und zu nicht auf ein Gläschen verzichten möchtest, solltest du auf mögliche Reaktionen deiner CED achten. Kommt es zu Beschwerden, sobald du nach einem Glas greifst, dann ist sicherlich das komplette Verzichten auf alkoholische Getränke sinnvoll. Wenn nicht, dann ist eigentlich nichts gegen ein gelegentliches Gläschen einzuwenden – solange der Alkoholkonsum im moderaten Bereich liegt. 

Mehr Informationen zum Thema Ernährung und CED findest du auf unserer Website.

*Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden zur Zeit als maximal tolerierbare Alkoholzufuhr 10 g/Tag für gesunde Frauen und 20 g/Tag für gesunde Männer angesehen (entspricht z. B. ca. 0,5 l Bier). Diese Angaben sind allerdings Richtwerte und sollten nicht als Aufforderung verstanden werden, jeden Tag Alkohol zu trinken.

Zuletzt aktualisiert: 18.05.2020

Mit einer Häufigkeit von 34 Fällen pro einer Millionen Einwohner ist das Kurzdarmsyndrom (KDS) eine recht seltene Erkrankung. Doch was verbirgt sich dahinter? Und was hat das KDS mit Morbus Crohn (MC) zu tun? Lies weiter und erfahre mehr dazu in diesem Beitrag. Ein KDS tritt in der Regel auf, wenn größere Darmabschnitte chirurgisch entfernt werden müssen (auch als Resektion bezeichnet) und sich der Darm dadurch so sehr verkürzt, dass Nährstoffe und Flüssigkeit nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können.

Die direkte Krankheitslast ist das eine, die mittelbaren Folgen das andere: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa können über die Krankheitssymptome hinaus einen negativen Einfluss auf dein Wohlbefinden haben. Neben körperlichen und seelischen Begleiterkrankungen wie zum Beispiel Fisteln, Entzündungen an Wirbelsäule und Gelenken oder Depressionen, können finanzielle Herausforderungen Betroffene zusätzlich belasten. 

Mit einer Häufigkeit von 34 Fällen pro einer Millionen Einwohner ist das Kurzdarmsyndrom (KDS) eine recht seltene Erkrankung. Doch was verbirgt sich dahinter? Und was hat das KDS mit Morbus Crohn (MC) zu tun? Lies weiter und erfahre mehr dazu in diesem Beitrag. Ein KDS tritt in der Regel auf, wenn größere Darmabschnitte chirurgisch entfernt werden müssen (auch als Resektion bezeichnet) und sich der Darm dadurch so sehr verkürzt, dass Nährstoffe und Flüssigkeit nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können.

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